Interview auf Manjas Buchregal

Interview_EmmaWinterling

Hallo Emma, schön, dass ich dich hier auf meinem Blog begrüßen darf. Wie geht es dir denn gerade?

Hallo Manja, ich freue mich auch sehr. Danke, es geht mir gut. Gegen die derzeitige Hitze esse ich viel Eis – das ist doch sicher hilfreich *g*.

Magst du dich zum Einstieg bitte kurz selber vorstellen?

Klar, gerne. Ich lebe mit meinem Mann im Herzen von München, was auch eine meiner Traumstädte ist. Privat treffen wir am liebsten Freunde und gehen wahnsinnig gern gut essen, was man vielleicht an der ein oder anderen Stelle in meinen Büchern merkt. Sportlich betätigen wir uns auch ab und zu, beispielsweise beim Felsklettern im Sommer oder beim Skifahren im Winter.

Wie und wann hast du das Schreiben für dich entdeckt?

Tatsächlich wollte ich (wie so viele) schon während der Schule Schriftstellerin werden. Ich habe auch immer wieder angefangen, kleine Stücke zu schrieben, meist aber nach weniger als zehn Seiten aufgegeben. Das Durchhaltevermögen war bei mir in der Pubertät noch nicht allzu ausgeprägt ;).

Im April ist der zweite Teil deiner „Twin Addict“ – Reihe erschienen. Kannst du kurz zusammenfassen worum es geht. Wie bist du auf die Idee dazu gekommen?

In „Twin Addict – Verloren in der Vergangenheit“ geht es darum, dass Emilie zusammen mit den Brüdern eine Reise an die Côte d’Azur unternimmt. Vor Ort fühlt sie sich erst einmal vom dortigen Luxus erschlagen, vor allem weil sie auf einen Freund der Zwillinge trifft, der diesen Lebensstil auch offensiv auslebt. Zudem tauchen auch ein paar Mädels auf, die Markus und Creso von früher kennen und hinter deren Geheimnis Emilie erst später kommt.
Die (inhaltliche) Idee hatte ich schon länger, da ich mich gedanklich mit der Geschichte schon seit Ewigkeiten auseinander setze. Die Idee zur Location kam mir in meinem eigenen Urlaub an der Côte d’Azur, aus dem ich viele Settings eingebaut habe.

Hast du einen Charakter, der dir besonders ans Herz gewachsen ist? Und gibt es jemanden, den du gar nicht magst?

Natürlich die Zwillinge. Ich kenne sie inzwischen beinahe so gut, als wären es reale Personen. Leider ist dem nicht so ^^. Gar nicht mögen, das ist eine gute Frage. Hmmm…., vielleicht Hannah aus Band 1.

Wenn „Twin Addict“ verfilmt würde, wen siehst du in den Hauptrollen?

Hihi, da muss ich selbst erst einmal kurz nachdenken. Oh ja, doch, da fällt mir einer ein! Tom Payne, den man aus dem Kinofilm „Medicus“ kennt.
Für Emilie würde sich ein schüchternes, dunkelhaariges Mädchen eignen. Zum Beispiel Stacy Martin aus Lars von Triers Meisterwerk „Nymphomaniac“.

Wenn du schreibst, fließen dann auch persönliche Erfahrungen oder Beschreibungen von Personen bzw. Orten aus deiner Umgebung mit ins Geschehen ein?

Absolut. Wie gesagt, der Urlaub in Cannes war auf jeden Fall Vorbild und hat mir viele Ideen für Locations beschert. Aber auch in Band 1 gab es viele Inspirationen. Zum Beispiel stand für Cresos Internat ein ehemaliges Kloster als Vorbild, in dessen Tagungszentrum ich mal vor längerer Zeit eine Fortbildung besucht habe.

Mit welcher deiner Figuren würdest du gerne einen Tag verbringen?

Nur eine? Hm, schwierig. Spontan würde ich sagen: Creso!

Was ist es für ein Gefühl, wenn das eigene Buch plötzlich der großen weiten Leserschaft zugänglich ist? Hattest du Angst, als du die die beiden bisherigen Teil veröffentlicht hast? Was ging dir da durch den Kopf?

Das ist tatsächlich sehr aufregend. Als das erste eBook damals heruntergeladen wurde, habe ich ganz aufgeregt einer Freundin davon erzählt. Die meinte dann: „In diesem Moment liest gerade jemand deine Geschichte.“ Das war schon irgendwie komisch, immerhin hatte ich bis dahin kaum jemanden von dieser Idee erzählt und plötzlich hatte jeder dazu Zugang und konnte es lesen.
Angst hatte ich keine. Ich wusste, das Buch würde mit seinem speziellen Thema etwas polarisieren, was ja auch durchaus so gewollt ist. Dass es dann so in die Amazon-Charts einschlagen würde und ich monatelang den Bestsellerrang Nr. 1 (Kategorie „Jugendbücher – Schwierige Themen“) halten würde, damit hätte ich nie gerechnet. Das hat mich dann natürlich sehr motiviert und gefreut.

Gibt es ein Genre in welchem du gerne mal ein Buch veröffentlichen würdest?

Ja, gibt es tatsächlich. Ich hatte während der Grundschule (ja, ihr lest richtig!) die Idee zu einer All-Age Geschichte. Die könnte man wohl im weitesten Sinne in Fantasy/Mistery einordnen. Allerdings wäre das natürlich eine völlig andere Zielgruppe als bisher, mit der ich noch keine Erfahrung habe.

Ist der Beruf der Autorin dein Hauptberuf? Wolltest du schon immer Autorin werden?

Nein. Im wirklichen Leben mache ich etwas ganz Anderes. 😉 Die Schreiberei ist mehr ein Hobby, das sich zufälligerweise ergeben und nun so toll entwickelt hat.
Ich bin sehr dankbar, dass ich Berufliches, Privatleben und die Schreiberei derzeit so gut vereinbaren kann – das ist nicht selbstverständlich! Hierbei helfen mir auch ein paar talentierte Freunde, die mich mit Probelesen, Fotografie, Layout-&Formatierung unterstützt haben.

Wie schreibst du? Hast du Rituale?

Tatsächlich immer und überall, wo es sich ergibt. Das ist leider nicht so romantisch, wie man es sich vielleicht manchmal vorstellt. Ich schreibe an freien Tagen, unterwegs im Zug (mit einem kleinen Laptop), beim Baden oder im Urlaub – im Prinzip in jeder freien Minute, nur so ist es zu schaffen. Nur abends schreibe ich tatsächlich fast gar nicht – diese Zeit gehört meinem Mann und meinen Freunden.

Wie sieht es bei dir im Bücherregal aus? Ordentlich oder eher chaotisch? Was ist Dein Lieblingsgenre?

Puh, eher unordentlich. Ich lese querbeet, also Belletristik, Thriller (hier vor allem Sebastian Fitzek oder Simon Beckett), aber auch gerne mal Fantasy (ich bin ziemlich großer Harry Potter Fan). Natürlich habe ich aber auch Fifty Shades of Grey oder andere Kassenschlager gelesen.

Liest du lieber echte Klassiker oder doch zeitgenössische Literatur? Lieber als eBook oder doch noch ganz klassich als Printbuch?

Zeitgenössische Literatur überwiegt, wobei auch Bücher zum Nachdenken dabei sein dürfen. „Unterwerfung“ von Michael Houellebecq hat mich des Öfteren mal innehalten lassen. Ich lese sowohl Print- als auch eBooks. Im Urlaub ist letzteres natürlich unschlagbar!

Was hast du selbst zuletzt gelesen?

Ich lese derzeit „Das Herz des Bösen“ von Joy Fielding. Witzigerweise lag es in einem „zu verschenken“ Karton in unserer Straße, wo ich gleich zugegriffen habe. Manchmal muss man auch Glück haben. 🙂

Kannst du schon etwas über neue Projekte/Bücher sagen? Was können deine Leser in naher Zukunft von dir erwarten?

Auf jeden Fall der nächste Band von Twin Addict (3). Der wird im Herbst auf den Markt kommen. Hier geht es vor allem um die Hochzeit, die für Emilie die ein oder andere unangenehme Überraschung bereit halten wird. Es gibt wieder neue Figuren, die sicherlich auch wieder polarisieren werden.

3 Worte, die dich selbst ganz gut beschreiben?

Meine beste Freundin hat spontan geantwortet: „Ehrlich, individuell und loyal“, was ich durchaus alles bejahen kann – geheuchelte Freundlichkeit kommt bei mir nicht in die Tüte. 😉 Mir selbst kam eben noch in den Sinn: Ein wenig „verrückt“ und in machen Situationen auch „konservative Feministin“, falls es so etwas überhaupt gibt.^^

Zum Abschluss darfst du selbst noch ein paar Worte an deine Leser richten. Was wolltest du ihnen schon immer mal sagen?

Ich freue mich, dass euch die Geschichte von Emilie und den Zwillingen so gut gefällt! Ich verfolge alles, was man mir auf Facebook, per Email oder als Rezension auf diversen Plattformen schreibt. Es ist wunderbar, dass sich so viele mit der Geschichte von Emilie und den Zwillingen identifizieren können – vielleicht gerade deshalb, weil es auch mal etwas ungewöhnlicher ausfällt.

Vielen lieben Dank Emma, das du dir die Zeit genommen hast und ich dich „löchern“ durfte :).

Herzlichen Dank Manja für deine wunderbaren Fragen. War mir eine Freude, sie zu beantworten und heute Station auf deinem Blog machen zu dürfen!

 

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